Kognitive Robotermanipulation
Weiss Robotics Greifsysteme im Forschungseinsatz an der Universität Bremen
Wie können Roboter komplexe Aufgaben in realen Umgebungen selbstständig ausführen? Mit dieser Frage beschäftigt sich das AICOR Institute for Artificial Intelligence (IAI) an der Universität Bremen unter der Leitung von Prof. Dr. h.c. Michael Beetz.Im Mittelpunkt der Forschung stehen Robotersysteme, die ihre Umgebung wahrnehmen, Handlungen planen und eigenständig Entscheidungen treffen können. Statt lediglich vorprogrammierte Bewegungsabläufe auszuführen, sollen sie flexibel auf unterschiedliche Situationen reagieren – in Haushalts- ebenso wie in Industrieumgebungen.
Eine zentrale Voraussetzung dafür ist die zuverlässige Interaktion mit der physischen Welt. Genau hier kommt die Greiftechnik ins Spiel. Malte Huerkamp, Research Associate am IAI beschreibt ihre Bedeutung so: „Ohne ein zuverlässiges Greifsystem lassen sich weder Werkzeuge bedienen noch Objekte handhaben, was jeden weiteren Forschungsfortschritt blockiert.“
Flexible Greiftechnik für anspruchsvolle Forschungsszenarien
Für die Versuchsaufbauten am IAI wurde ein Greifsystem benötigt, das präzise, langlebig und flexibel einsetzbar ist. Die Entscheidung fiel auf Greifmodule von Weiss Robotics.
Aktuell werden die Greifer in Experimenten zum Schneiden von Obst und Gemüse eingesetzt – einem Teilproblem der automatisierten Mahlzeitenzubereitung. Solche Aufgaben zeigen besonders deutlich, wie anspruchsvoll robotische Manipulation in realen Szenarien ist: Unterschiedliche Objekte, Werkzeuge und Materialien erfordern flexible Lösungen am Roboterarm.
Ein wichtiger Vorteil ist dabei die Möglichkeit, Greiffinger individuell zu gestalten und auszutauschen. Das Team rund um Prof. Dr. h.c. Michael Beetz erklärt: „Das erlaubt uns, denselben Greifer für unterschiedliche Werkzeuge und Objekte zu nutzen, ohne jedes Mal das gesamte System zu wechseln.“
Einfache Integration in bestehende Roboterplattformen
Neben der mechanischen Flexibilität spielte auch die Integration in die vorhandene Laborumgebung eine wichtige Rolle. Am IAI kommen die Greifsysteme in Verbindung mit UR5-Robotern zum Einsatz.
Auch softwareseitig verlief die Einbindung ohne großen Aufwand. Die Forschenden berichten: „Dank der mitgelieferten ROS2- und Python-Schnittstellen ließ sich das Greifsystem schnell und ohne größeren Integrationsaufwand in unsere bestehende Systemlandschaft einbinden.“
Damit konnten die Greifer zügig in die bestehende Forschungsumgebung integriert und für verschiedene Experimente genutzt werden.
Professionelle Greiftechnologie für Forschung, Lehre und Projektarbeiten
Die Greifsysteme sind inzwischen fester Bestandteil der Roboterplattformen am IAI. Dadurch kommen sie nicht nur in Forschungsprojekten, sondern auch in Lehrveranstaltungen, Projektarbeiten sowie Bachelor- und Masterarbeiten zum Einsatz.
Für die Studenten entsteht so ein direkter Zugang zu professioneller Greiftechnologie und zu realitätsnahen Anwendungsszenarien. Die Arbeit mit den Systemen verbindet theoretische Inhalte mit praktischer Robotikerfahrung und unterstützt den Aufbau technischer Kompetenzen für den späteren Berufseinstieg.
Präzise Greifsysteme als Schlüsselkomponente für Roboter als Alltagshelfer
Ein zentraler Forschungsschwerpunkt der kommenden Jahre liegt auf Manipulationsaufgaben, die Roboter zu verlässlichen und weitgehend selbstständigen Helfern im Alltag machen sollen. Dazu zählen Anwendungen wie die Essenszubereitung oder das Ein- und Ausräumen von Geschirrspülmaschinen.
Damit solche Szenarien nicht nur geplant, sondern tatsächlich ausgeführt werden können, braucht es Greifsysteme, die präzise, zuverlässig und flexibel integrierbar sind. Genau hier leisten die Greifsysteme von WEISS Robotics einen entscheidenden Beitrag: Sie verbinden mechanische Präzision mit anpassbaren Greiffingern sowie passenden Schnittstellen für die Integration in moderne Roboterplattformen.
Mit Blick auf die Zukunft schreibt das Team des AICOR Instituts: „In den nächsten Jahren wird der Trend weiter dahin gehen, dass Roboter immer zunehmender mit Menschen zusammenarbeiten und komplexe Tätigkeiten auf Basis natürlichsprachlicher Anweisungen ausführen sollen.“
Wir freuen uns, dass Greifsysteme von Weiss Robotics die Forschungsarbeit am AICOR Institute for Artificial Intelligence der Universität Bremen unterstützen und wir damit einen Beitrag zur nächsten Generation kognitiver Robotersysteme leisten.